O‘ Tannenbaum: Deutsche kaufen 30 Millionen Weihnachtsbäume

Veröffentlicht am: 16.12.2019 | Autor: Die Transportbotschafter | Kategorie(n): Logistikwissen

Blick von oben auf den Weihnachtsbaum-Verkauf. Zwei Lkw sind mit Bäumen beladen.

Gut gewachsen muss er sein. Und frisch nach Nadelwald duften. Na klar, die Rede ist vom Weihnachtsbaum. Die Adventszeit und damit der Verkauf der Tannen haben längst begonnen. 80 Prozent der Deutschen stellen dieses Jahr einen Weihnachtsbaum auf. Inzwischen ordert jeder Zehnte im Netz. Jeder Fünfte schlägt seinen Baum selbst, knapp die Hälfte der Bundesbürger kauft ihn traditionell im stationären Handel, wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben hat.

Reibungslose Logistik für den perfekten Weihnachtsbaum

Logistik und Transport sind ein wichtiges Thema in der Weihnachtsbaum-Vermarktung. Die Bäume sollten ja nicht nur frisch geschlagen sein, sondern auch termingerecht beim Großhandel oder privaten Empfängern angeliefert werden. Und es sind nicht gerade wenige: 29,8 Millionen Weihnachtsbäume zogen im vergangenen Jahr in deutsche Haushalte ein.

Die Ernte beginnt Anfang bis Mitte November. Dabei spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Eine reibungslose Logistik ist erforderlich. Erntehelfer, Netz- und Palettiermaschinen müssen organisiert und entsprechend koordiniert werden. Das ist nicht immer ganz einfach, denn häufig sind die abgelegenen Anbauflächen nur über Feldwege zu erreichen. Manchmal schneit es, was die Arbeit immens erschwert. Vieles wird in Handarbeit erledigt.

Lange Lieferkette bei Klicken statt Schleppen

Sobald die Bäume geschlagen sind, werden sie für den sicheren Transport genetzt und palettiert. In der Regel erfolgt die Beladung der Lkw direkt in der Plantage. Fachkräfte stellen kundenspezifische Ladungen zusammen. Mit Lkw werden sie anschließend an die Verkaufsstellen gebracht – jeden Tag Tausende. Manchmal ist für den Transport sogar ein Tieflader erforderlich, beispielsweise wenn das Kanzleramt eine 15 Meter hohe, 2,5 Tonnen schwere Tanne ordert. Vorsicht ist vor allem beim Be- und Entladen geboten, kein Ast darf abknicken, kein Baum gar durchbrechen, solange er am Haken hängt.

Wer lieber online bestellt, nach dem Motto „Klicken statt Schleppen“, verlässt sich komplett auf die Sorgfalt der Logistik. Dann schleppen sogar auf der letzten Meile noch andere. Eine perfekte Lieferkette ist gefragt. Erzeuger befördern die Bäume zunächst in die Lager der Online-Händler, wo sie einzeln in große Kartons verpackt werden. Anschließend übernehmen Paketdienste. Sie bringen die Kisten zu einem ihrer Hubs, damit sie dort auf die richtige Destination umgeschlagen werden. Boten übernehmen und liefern die Weihnachtsbäume schließlich spätestens zwei Tage später an der Wohnungstüre ab. Hier endet der Beitrag der Logistik zu einem gelungenen Weihnachtsfest – jetzt sind die Dekorateure dran.