Weihnachten: Für Logistik und Handel hat das Geschäft schon längst begonnen

, ein Beitrag von den Transportbotschaftern
Auf dem Bild ist Links ein Lager abgebildet. Die rechte hälfte des Bildes zeigt Weihnachtsgeschenke. Ein Lieferbote, in der Mitte des Bildes, symbolisiert die Verbindung dieser 2 Bilder.

Ja, ist denn heut' schon Weihnachten? Für Logistiker hat die Weihnachtszeit längst begonnen. Lebkuchen gibt's seit Ende August im stationären Handel, mit Schokolade gefüllte Adventskalender und Lichterketten sind ebenso inzwischen dort zu haben. Und auch der Onlinehandel bietet massenweise Weihnachtsartikel an. Die Paketzusteller rechnen erneut mit einer Paketflut in den Wochen vor Weihnachten. Jahr für Jahr das gleiche Spiel: Für sie bildet das Weihnachtsgeschäft der Höhepunkt des Jahres - dann müssen alle noch mehr anpacken.

330 Mio. Sendungen haben die Paketdienste im vergangenen Jahr zur Weihnachtszeit ausgeliefert - wahrscheinlich werden es dieses Jahr noch mehr. Denn die Zahl der Sendungen steigt der KEP-Studie 2019 des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) jährlich um knapp fünf Prozent. Laut Statista haben sich die Deutschen die Weihnachtsgeschenke 2018 pro Kopf 472 Euro kosten lassen, Tendenz auch hier steigend. Mehr als die Hälfte dieses Budgets wird inzwischen im Internet ausgegeben. Die Deutschen kaufen online am liebsten Bekleidung sowie Elektronik- und Telekommunikationsartikel.

Viele bestellen Geschenke per Mausklick - oft auf den letzten Drücker, damit sie noch rechtzeitig zu Heiligabend unter dem Tannenbaum liegen. Wie selbstverständlich erwarten die Konsumenten eine reibungslose und unkomplizierte Abwicklung von Lieferungen und Retouren. Sie profitieren von einer breiten Auswahl an Versandoptionen, sei es die Zustellung an den Arbeitsplatz, in eine Paketstation oder an die heimische Haustüre. Nichts ist mehr unmöglich. Empfänger können Sendungen, die schon in der Auslieferung sind, sogar kurzfristig umrouten, an einen Nachbarn oder sonstige alternative Zustelladresse.

Tausende zusätzliche Arbeitskräfte werden benötigt

Schon im Sommer stellen sich die KEP-Dienste auf die vielen Sendungen ein. Sie müssen rechtzeitig nicht nur tausende zusätzliche Zusteller organisieren, sondern auch ihre Flotte aufstocken. Bei Hermes beispielsweise wurden im vergangen Jahr in den Wochen vor Weihnachten bis Mitte Januar 2019 rund 6.300 zusätzliche Zusteller eingesetzt, an Spitzentagen sind dann mehr als 13.000 Paketboten unterwegs. Gleichzeitig hat der Paketdienst die Transporter-Flotte auf der letzten Meile um etwa 3.600 Transporter aufgestockt.

Bei UPS hingegen nimmt bis zum 24. Dezember keiner Urlaub. Mitarbeiter aus der Verwaltung helfen traditionell in der Sortierung sowie beim Be- und Entladen oder gehen als Helfer mit den Zustellern raus. Auch Verwandte der UPS-Mitarbeiter springen in der stressigen Zeit ein. Mit Glück wird es ein milder Winter ohne viel Schnee oder Eis, denn das würde die Arbeit der Dienstleister zusätzlich erschweren.

Händler wappnen sich für Bestell-Boom

Und natürlich findet die Weihnachtsgeschenke-Logistik nicht nur auf der letzten Meile statt. Viele Produkte kommen aus Asien und haben bereits einen langen Transportweg zumeist per Containerschiff hinter sich, bevor wir sie per Mausklick ordern. Auf den Strecken zwischen den Logistikzentren ist daher ebenso wesentlich mehr los. So setzen die Dienstleister in den Wochen vor Weihnachten auch dort mehrere Hundert zusätzliche Sattelzug- und Wechselbrücken-LKW ein.

Und nicht zuletzt wappnen sich auch Händler rechtzeitig für den Bestell-Boom im November und Dezember. So muss beispielsweise der Online-Handelsriese Amazon an seinen 35 Standorten in der Saison sein Personal ordentlich aufstocken. In der Logistik von Amazon gibt es mehr als 13.000 feste Arbeitsplätze. Amazonweit werden es bis Ende des Jahres über 20.000 sein. Für das Weihnachtsgeschäft wichtig sind unter anderem das neue Logistikzentrum in Mönchengladbach und die inzwischen 6 Sortierzentren in Deutschland. Als Teil des europäischen Netzwerks sorgen sie dafür, dass Pakete schneller zum Kunden kommen - mit weniger LKW auf der Straße.

All das nehmen die Transportbotschafter zum Anlass, einmal im Voraus den tausenden Zustellern und Logistikfachkräften Danke zu sagen, die auch dieses Jahr wieder zuverlässig dafür sorgen, dass spätestens an Heiligabend alle Weihnachtsgeschenke zugestellt sind. Bevor sie dann schon zwei Tage später damit beginnen, die Retouren einzusammeln ...

Sieh dir dazu auch noch einmal unsere Beiträge zur Retouren- und Textillogistik an.


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